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HSG Fußballer kassieren Niederlage gegen Miltzow


So langsam wird die Tabelle aufschlussreicher und man muss feststellen, dass die HSG dieses Jahr im Abstiegskampf ist. Fünf Punkte nach sieben Spielen und Platz 14 sprechen eine deutliche Sprache. Am letzten Spieltag konnte man jedoch der Reserve des Torgelower FC Greif ein Remis abtrotzen, die sich zu der Zeit auf dem dritten Rang befanden. Ein Ergebnis, mit dem man optimistisch in die folgenden Partien gehen kann. Man reiste am Samstag nach Groß Miltzow, den Tabellensechsten, wo die beste Offensive der Liga zu finden war. Vor allem vor dem Reichelt-Duo Philipp und Manuel war man gewarnt, jeweils sieben Tore standen bereits zu Buche. Ersterer wurde außerdem vor dem Anpfiff als bester Torjäger der vergangenen Spielzeit der Landesklasse II ausgezeichnet.

Und bereits nach wenigen Sekunden trafen die Hausherren zur Führung. Nach einem Steckpass lief Manuel Reichelt seinen Gegenspielern davon und ließ auch Hahn keine Chance. In der Folge versuchte die HSG tiefstehend die langen Bälle der Heimmannschaft zu verhindern, was nur bedingt gelang. Es fehlte merkbar an Zugriff und gutem Zweikampfverhalten. Nach vorne brachte man nichts zustande. Das ging noch knapp weitere 20 Minuten gut, doch dann bestrafte Güllmeister innerhalb von 60 Sekunden die Gäste doppelt: Erst ließ er mit einem Sololauf von der Mittellinie vier Gegner stehen und verwandelte platziert ins lange Eck, kurz darauf war er nach einem langen Ball auf die rechte Angriffsseite am langen Pfosten komplett blank, sodass er nach präzisem Querpass nur noch einzuschieben brauchte.

Erst jetzt gelang es der HSG, Chancen zu kreieren. Nach schönem Steckpass von Satzel (ehemals Horning) ließ Tratz die Verteidiger hinter sich, scheiterte jedoch an Keeper Stechert. Zu dem Zeitpunkt war bereits eine halbe Stunde gespielt. Nur wenige Minuten später eroberte Diddens den Ball in der gegnerischen Hälfte, wurde dann auf seinem Weg Richtung Tor unsanft und -fair gestoppt. Die Greifswalder forderten einen Platzverweis, Schiedsrichter Dräger beließ es zurecht bei einer gelben Karte für den Miltzower Abwehrmann. Den fälligen Freistoß wuchtet Uteß auf das Gästetor, Philipp Reichelt klärte in ungewohnter Manier auf der eigenen Linie.

Die HSG kam gut in den zweiten Durchgang hinein, ließ der Forderung des Trainers nach besserem Zweikampfverhalten Taten folgen und machte den Jungs von der Harthöhe das Leben sehr schwer. Diese wirkten hinten alles andere als sattelfest, ein ums andere Mal erspielten sich die Hansestädter gute Abschlusspositionen, doch fehlte dann entweder der Mut zum Schuss, der letzte Pass oder auch das altbekannte Quäntchen Glück. Viele Halbchancen ergaben sich, selten wurde es so zwingend, wie in der Szene, in der Krüger den Ball Richtung langes Eck spitzelte, dieses jedoch knapp verpasste.

Die Gastgeber hingegen kamen fast ausschließlich über Standards in den gegnerischen Sechszehner, für Gefahr sorgten sie damit aber kaum. In der 82. Minute keimte dann nochmal Hoffnung für die HSG auf, als Uteß mit einem satten Freistoß den Anschluss herstellen konnte, der mehr als verdiente Lohn für knappe 40 Minuten guten Fusßball-Fight. Doch fünf Zeigerumdrehungen später wurde diese dann zunichte gemacht, als Güllmeister nach einem Konter in die kurze Ecke einschieben konnte und somit auch den Endstand herstellte.

Eine wegen der ersten Halbzeit verdiente, wegen der zweiten Halbzeit ungerechte Niederlage für die Greifswalder. Während man die ersten 30 Minuten komplett verschlief, lieferte man vor allem nach dem Seitenwechsel eine tolle Partie ab, doch fehlte dann der Torjäger, der auch mal aus einer halben Chance eine Bude machen kann.

Man verbleibt weiter auf dem drittletzten Tabellenplatz, nach der bye week empfängt man am 18. Oktober Landhagen zum Derby unter Flutlicht im Volksstadion. Zwei Tage später reist dann der jetzige Fünftplatzierte aus Groß Miltzow ebenfalls in die Hansestadt, wo man am Sonntag gegen das Tabellenschlusslicht, den HFC, spielt.

HSG spielte mit: R.Hahn – M. Hahn, Krebes (C), Breede – Satzel (76. Saputra), Struck, Henski, Diddens – Uteß – Boeck (46. Krüger), Tratz

Text: Moritz Hahn
Foto: Verein