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Handballer starten mit Auswärtssieg


Marc Hagemeier ( schwarzes Trikot ) erzielte in Brandenburg sechs Treffer

Am ersten Spieltag der Oberliga-Ostsee-Spree gewann die SG Uni Greifswald/Loitz nach einem Handballdrama erster Güte beim SV Brandenburg-West hochverdient mit 31:30. Trainer Alexander brauchte nach dem Abpfiff Zeit, um das soeben Erlebte zu analysieren. „ Nach anfänglicher Nervosität unsererseits fanden wir ins Spiel, das lange Zeit ausgeglichen verlief. Durch Fehler im Rückzugsverhalten bei Brandenburger Ballgewinnen und teilweise zu überhasteten eigenen Abschlüssen konnten wir uns nicht entscheidend absetzen. Vor allem im eigenen Überzahlspiel agierten wir nicht clever genug und verspielten leichtfertig einen Vorsprung von drei Toren.

Doch der Wille und die Moral machten uns stark. Als wir sieben Minuten vor dem Abpfiff mit zwei Treffern ins Hintertreffen gerieten, wuchs die Mannschaft über sich hinaus und wendete das Blatt. Am Ende ein verdienter Sieg, auf dem wir aufbauen können. „ resümierte Alexander Einweg. Sein Gegenüber, Gunter Mast, vom SV Brandenburg-West war nach der Schlusssirene enttäuscht. „ Der Ausgang dieses Spiels war lange Zeit offen. Ein Unentschieden wäre letztendlich verdient gewesen. Die Schlüsselszene war für mich die Sperre eines Uni-Abwehrspielers vierzehn Sekunden vor dem Abpfiff bei unseren letzten Angriff, als es Siebenmeter in Verbindung mit einer Herausstellung hätte geben müssen. Wir haben gut gekämpft und letztendlich gegen einen Gegner verloren, der mit seiner starken Physis und seinem enormen Kampfgeist noch Punkte holen wird, die niemand erwartet. „ so Brandenburgs Trainer.

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten warfen Hannes Lemcke und Radoslaw Wolski die SG Uni bis Minute sieben mit 4:2 in Front. Als Marc Hagemeier auf 7:4 erhöhte, wechselte Brandenburg den Torsteher. Denny Alpers, jetzt zwischen den  Pfosten wartete sofort mit starken Paraden auf und lieferte damit den Grundstein für die erste Brandenburger Aufholjagd zum 9:9. Brandenburg legte nach und zog bis Minute 23 auf 13:11 davon. Ein sehr stark haltender Torwart Michael Borchardt und der überragend spielende Hannes Lemcke und Marc Hagemeier sorgten für den schnellen Ausgleich der SG Uni. In eigener Überzahl kassierte Greifswald/Loitz wieder den Rückstand, konnte das Blatt bis zur Halbzeit auf einen knappen Vorsprung von 15:14 wenden. Nach dem Seitenwechsel bauten Hagemeier und Lemcke den Vorsprung schnell auf 18:15 aus. Doch eigene Überzahlsituationen führten im weiteren Spielverlauf mehrmals zu Toren des SV Brandenburg-West. Bis Minute 47 hielt die SG Uni den Vorsprung von drei Toren, doch dann drehte Brandenburg das Spiel. Fünf Minuten später war der Vorsprung verspielt und Brandenburg glich zum 27:27 aus. Fünf Minuten vor dem Abpfiff verwandelte Steven Nhantumbo einen Siebenmeter für Brandenburg zum 29:27.

Mannschaftskapitän Erik Schumacher brachte die SG Uni mit einem Treffer aus schwierigster Wurfposition  wieder heran und Marc Hagemeier glich zum 29:29 aus. Brandenburg bekam einen Siebenmeter zugesprochen, Aleksander Kokoszka musste auf die Strafbank  und die Uhr zeigte nur noch zwei Minuten Spielzeit an. Torwart Michael Borchardt parierte diesen Strafwurf und Hannes Lemcke konterte zur 30:29 Führung, Brandenburg glich aus. Doch da war ja Hannes Lemcke. Mit dem Treffer zum 31:30 krönte Lemcke seine herausragende Leistung. Doch das Spiel war noch nicht aus. Den letzten Brandenburger Angriff blockte Richard Seidel ab. Auf die Frage, ob das ein Foulspiel war antwortete Seidel: „ Ich habe mit dem Fuß eine Sperre angetäuscht, aber nicht ausgeführt. Die Schiedsrichter sahen es auch so und die SG Uni konnte sich über die ersten Punkte freuen. Am Ende ein Sieg, der vor allem durch großen Kampfgeist und eine erstklassige Moral zu Stande kam.

SG Uni Greifswald/Loitz:

Borchardt, Stefanicki (1), Schramm (1), Seidel, Hagemeier (6), Olejniczak, Wolski (4), Kokoszka (8/6), Schumacher (1), Lemcke (10)


Text und Foto:  R. Scheunemann